GHK-Cu und Microneedling für Haare: Überblick Studien + Protokoll zur Anwendung

GHK-Cu und Microneedling für Haare: Überblick Studien + Protokoll zur Anwendung

 

Kurzfassung

Microneedling und GHK-Cu werden häufig gemeinsam im Zusammenhang mit Haarausfall diskutiert. Beide Ansätze verfolgen unterschiedliche Mechanismen und unterscheiden sich hinsichtlich der verfügbaren Evidenz.

Microneedling wurde in mehreren klinischen Studien bei androgenetischer Alopezie untersucht. Für GHK-Cu existieren zahlreiche experimentelle Arbeiten und eine lange Forschungsgeschichte im Bereich Hautbiologie. Humanstudien, die beide Verfahren gemeinsam untersuchen, fehlen bislang.

Die Kombination ist deshalb weder wissenschaftlich bestätigt noch widerlegt. Sie stellt derzeit eine biologisch sehr plausible Hypothese dar, deren klinischer Nutzen noch untersucht werden muss.

Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zusammen, ordnet die vorhandene Evidenz ein und zeigt, wie ein konservativer Selbsttest aussehen könnte.

Das Wichtigste auf einen Blick

Frage Aktueller Wissensstand
Wurde Microneedling bei androgenetischer Alopezie klinisch untersucht? Ja
Gibt es eine biologische Grundlage für GHK-Cu? Ja
Erscheint die Kombination biologisch plausibel? Ja
Gibt es Humanstudien zur Kombination? Nein
Ist ein zusätzlicher Nutzen gegenüber Microneedling allein nachgewiesen? Nein
Ist die Kombination widerlegt? Nein


Für wen dieser Artikel gedacht ist

Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die sich wissenschaftlich fundiert über Microneedling und GHK-Cu informieren möchten.

Er ersetzt keine ärztliche Diagnose und gibt keine Therapieempfehlung.

Ziel ist es, den aktuellen Stand der Forschung verständlich einzuordnen und klar zwischen gesichertem Wissen, biologischer Plausibilität und offenen Fragen zu unterscheiden. Besonders interessant dürfte der Artikel für Menschen sein, die nach ergänzenden kosmetischen Ansätzen suchen und die Grenzen der heutigen Evidenz nachvollziehen möchten.

Was wir heute wissen

Microneedling gehört mittlerweile zu den besser untersuchten nicht-medikamentösen Verfahren bei androgenetischer Alopezie. Mehrere klinische Studien sowie Meta-Analysen haben sich mit diesem Verfahren beschäftigt.

GHK-Cu wird seit den 1970er-Jahren wissenschaftlich untersucht. Der Schwerpunkt der Forschung liegt jedoch auf Hautbiologie, Wundheilung und Geweberegeneration. Im Bereich Haarwachstum ist die Humanstudienlage deutlich begrenzter.

Interessant wird die Kombination, weil sich beide Ansätze auf biologischer Ebene überschneiden könnten. Ob daraus beim Menschen tatsächlich ein zusätzlicher Nutzen entsteht, wurde bislang nicht untersucht. Das ist der entscheidende Punkt des gesamten Artikels.

Was wir noch nicht wissen

Bis heute gibt es keine kontrollierte Humanstudie, die untersucht hat:

  • ob GHK-Cu Microneedling sinnvoll ergänzt
  • welcher zeitliche Abstand optimal wäre
  • welche Konzentration verwendet werden sollte
  • welche Nadeltiefe am besten geeignet ist
  • welche Anwendergruppen möglicherweise besonders profitieren könnten

Diese Wissenslücken sprechen weder für noch gegen die Kombination. Sie zeigen lediglich, dass die Forschung an diesem Punkt noch nicht angekommen ist.

Warum die Kombination trotzdem so viel Aufmerksamkeit erhält

Viele Trends im Bereich Haarpflege beginnen mit einer attraktiven Geschichte, besitzen jedoch kaum biologische Grundlage. Bei Microneedling und GHK-Cu ist die Situation etwas anders.

Microneedling wurde klinisch untersucht. GHK-Cu besitzt gut beschriebene biologische Eigenschaften und wird seit Jahrzehnten im Zusammenhang mit Hautbiologie erforscht. Beide Ansätze werden mit Prozessen in Verbindung gebracht, die auch für das Umfeld des Haarfollikels relevant sein könnten, darunter Wundheilung, Gewebeumbau, Fibroblastenaktivität und verschiedene Wachstumsfaktoren.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass die Kombination wirkt. Es bedeutet lediglich, dass die zugrunde liegende Hypothese auf biologischen Mechanismen basiert und nicht ausschließlich auf Marketing oder persönlichen Erfahrungsberichten.

Der häufigste Denkfehler

Viele Anwender stellen sich dieselbe Frage: Wenn Microneedling die Hautbarriere vorübergehend verändert, wäre es dann nicht sinnvoll, GHK-Cu unmittelbar danach aufzutragen?

Auf den ersten Blick erscheint diese Überlegung logisch. Genau hier beginnt jedoch die Unsicherheit.

Direkt nach dem Microneedling befindet sich die Kopfhaut in der frühen Phase der Wundheilung. Die Hautbarriere ist deutlich stärker beeinträchtigt als zu jedem späteren Zeitpunkt. Dadurch könnte zwar theoretisch mehr Wirkstoff aufgenommen werden, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko für Reizungen.

Erste Wundheilungsphase nach dem Microneedling ohne Serum. Nach 24h Stunden gezielt Kupferpeptide einsetzen.

Aus diesem Grund bevorzugen viele Anwender einen konservativeren Ansatz und warten zunächst etwa 24 Stunden, bevor sie GHK-Cu auftragen. Ob dieser Zeitraum tatsächlich optimal ist, wurde bislang allerdings nicht wissenschaftlich untersucht – 12 bis 24 Stunden zu warten ist aber auch unsere Empfehlung.

Haare und Haarausfall sind komplex

Haarausfall hat selten nur eine Ursache. Genetik, Hormone, Alter, Entzündungen, Nährstoffmängel und der allgemeine Gesundheitszustand können gleichzeitig eine Rolle spielen. Deshalb gibt es nicht die eine Maßnahme, die für jeden Menschen gleichermaßen funktioniert.

Genau aus diesem Grund konzentriert sich dieser Artikel nicht auf Versprechen, sondern auf die wissenschaftliche Einordnung eines einzelnen kosmetischen Ansatzes.

Mehrere Wege führen zum gleichen Ziel

Wer sich intensiver mit Haarausfall beschäftigt, stößt früher oder später fast immer auf zwei Namen: Finasterid und Minoxidil.

Für beide Verfahren existiert eine vergleichsweise solide Studienlage. Sie gehören bis heute zu den am besten untersuchten Ansätzen bei androgenetischer Alopezie.

Gleichzeitig entscheidet sich nicht jeder für diese Möglichkeiten. Manche Menschen vertragen sie nicht gut, andere möchten bewusst darauf verzichten oder suchen nach ergänzenden kosmetischen Strategien. Genau an dieser Stelle beginnt das Interesse an Verfahren wie Microneedling und GHK-Cu – nicht als Ersatz für etablierte Behandlungen, sondern als eigenständiger Ansatz, der auf anderen biologischen Mechanismen beruht.

Die wichtigste Frage kommt oft zu spät

Viele Menschen beschäftigen sich zuerst mit Seren, Nadeltiefen oder Anwendungsprotokollen. Dabei lohnt es sich, zunächst eine andere Frage zu stellen: Warum fallen die Haare überhaupt aus?

Gerade bei plötzlich auftretendem, starkem oder fleckförmigem Haarausfall sollte zunächst die Ursache abgeklärt werden. Je nach Situation können unter anderem eine Schilddrüsenfunktionsstörung, Veränderungen des Eisenstoffwechsels, hormonelle Ursachen oder dermatologische Erkrankungen eine Rolle spielen.

Ein kosmetisches Serum kann diese Ursachen weder erkennen noch behandeln. Eine dermatologische Abklärung ist sinnvoll, wenn der Haarausfall neu auftritt, rasch zunimmt oder von weiteren Beschwerden begleitet wird.

Ein oft unterschätzter Baustein

Nicht jede sinnvolle Maßnahme muss teuer oder kompliziert sein. Eine regelmäßige Kopfhautmassage wird seit einigen Jahren ebenfalls wissenschaftlich diskutiert.

Die vorhandene Evidenz ist zwar begrenzt, das Aufwand-Risiko-Verhältnis erscheint jedoch günstig. Sie lässt sich problemlos mit anderen kosmetischen Maßnahmen kombinieren – unabhängig davon, ob später Microneedling oder GHK-Cu eingesetzt werden.

Warum wir den aktuellen Wissensstand so vorsichtig einordnen

Wer nach Informationen zu Haarausfall sucht, findet schnell sehr klare Aussagen. Oft wird der Eindruck vermittelt, ein einzelner Wirkstoff könne das Problem lösen. Die wissenschaftliche Realität ist meist komplexer.

Deshalb unterscheiden wir im gesamten Artikel konsequent zwischen drei Ebenen:

  1. Was durch Humanstudien untersucht wurde
  2. Was aufgrund biologischer Mechanismen plausibel erscheint
  3. Welche Fragen bislang offen sind

Diese Trennung macht einen Text manchmal etwas weniger spektakulär. Sie macht ihn aus unserer Sicht aber deutlich ehrlicher. Langfristiges Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass man jede Frage beantwortet, sondern dadurch, dass man offen sagt, welche Antworten die Forschung heute noch nicht liefern kann.

Was ist Microneedling?

Microneedling ist ein Verfahren, bei dem die Haut mit sehr feinen Nadeln kontrolliert perforiert wird. Dadurch entstehen kleine Mikroverletzungen, auf die der Körper mit einer natürlichen Wundheilungsreaktion reagiert.

Im Zusammenhang mit der Kopfhaut wird Microneedling untersucht, weil diese biologische Reaktion theoretisch auch das Umfeld der Haarfollikel beeinflussen könnte. Microneedling wird deshalb heute nicht nur als Methode zur verbesserten Aufnahme topischer Wirkstoffe betrachtet, sondern besitzt vermutlich auch eigene biologische Effekte.

Warum wird Microneedling bei Haarausfall untersucht?

Die Geschichte von Microneedling begann nicht bei Haarausfall. Ursprünglich wurde das Verfahren vor allem zur Behandlung von Narben und Zeichen der Hautalterung entwickelt.

Erst später entstand die Überlegung, dass dieselben biologischen Prozesse auch für Haarfollikel interessant sein könnten. Heute werden unter anderem folgende Mechanismen diskutiert:

  • Freisetzung verschiedener Wachstumsfaktoren wie VEGF und PDGF
  • Aktivierung von Fibroblasten
  • Gewebeumbau während der Wundheilung
  • Signalwege wie Wnt/Beta-Catenin
  • Vorübergehende Veränderung der Hautbarriere

Nicht jeder dieser Mechanismen ist vollständig verstanden. Gemeinsam erklären sie jedoch, weshalb Microneedling inzwischen zu den am intensivsten untersuchten kosmetischen Verfahren im Bereich androgenetischer Alopezie gehört.

 

Der häufigste Irrtum

Viele Menschen verbinden Microneedling ausschließlich mit einer besseren Aufnahme von Wirkstoffen. Das greift wahrscheinlich zu kurz.

Die aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass ein Teil möglicher Effekte bereits durch die kontrollierte Wundheilungsreaktion selbst entstehen könnte – lange bevor überhaupt ein Serum aufgetragen wird. Genau deshalb ist die Frage nach GHK-Cu komplexer, als sie zunächst erscheint: Ein zusätzlicher Effekt müsste über die biologischen Prozesse des Microneedlings hinausgehen, was bisher nicht in kontrollierten Humanstudien untersucht wurde.

Ein Meilenstein der Forschung

Wenn heute über Microneedling bei androgenetischer Alopezie gesprochen wird, fällt fast immer ein Name: Rachita Dhurat.

Der indische Dermatologe veröffentlichte 2013 gemeinsam mit seinem Team eine randomisierte, verblindete Pilotstudie. Verglichen wurde eine Gruppe mit Microneedling plus Minoxidil mit einer Gruppe, die ausschließlich Minoxidil erhielt.

Diese Studie gehört bis heute zu den bekanntesten klinischen Arbeiten auf diesem Gebiet. Gleichzeitig war sie eine Pilotstudie mit begrenzter Teilnehmerzahl und beantwortet deshalb nicht alle offenen Fragen.

 

Was nach dem Needling passiert

Die eigentliche Behandlung dauert meist nur wenige Minuten. Die biologische Reaktion beginnt jedoch erst danach. Vereinfacht lässt sich der Ablauf so beschreiben:

  1. Die feinen Nadeln erzeugen kontrollierte Mikroverletzungen.
  2. Der Körper startet die frühe Wundheilungsphase.
  3. Verschiedene Wachstumsfaktoren und Reparaturprozesse werden aktiviert.
  4. Fibroblasten beginnen mit dem Umbau des Gewebes.
  5. Die Regeneration setzt sich über Tage fort, obwohl die sichtbare Rötung meist deutlich früher verschwindet.

Diese zeitliche Trennung ist wichtig: Die Haut sieht oft schon nach kurzer Zeit wieder unauffällig aus, auf biologischer Ebene laufen jedoch viele Prozesse weiter. Genau deshalb stellt sich später die Frage, wann ein Wirkstoff wie GHK-Cu überhaupt sinnvoll aufgetragen werden könnte.

Welche Nadeltiefe wird verwendet?

Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Je tiefer die Nadeln, desto stärker der Effekt. Ganz so eindeutig ist die Datenlage jedoch nicht.

Nadeltiefe Typischer Einsatz
0,25 mm Vor allem kosmetische Anwendungen
0,5 mm Häufig für erfahrene Heimanwender
0,75–1,0 mm Häufig in Praxen
1,5 mm Wurde in mehreren klinischen Studien eingesetzt

Interessanterweise sprechen neuere Übersichtsarbeiten dafür, dass nicht zwangsläufig die größte Nadeltiefe die beste Wahl sein muss. Entscheidend könnten vielmehr Anwendungstechnik, Regelmäßigkeit und das jeweilige Ziel der Behandlung sein. Einheitliche Empfehlungen existieren bislang nicht.

Was ist GHK-Cu?

GHK-Cu, auch Copper Tripeptide-1 genannt, ist ein kleines kupferbindendes Peptid, das natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt.

Seit seiner Entdeckung in den 1970er-Jahren wird GHK-Cu wissenschaftlich untersucht. Ein großer Teil der Forschung beschäftigt sich mit Hautbiologie, Wundheilung und Gewebeforschung. Im Zusammenhang mit Haaren ist die Datenlage deutlich kleiner.

Es existiert eine biologische Grundlage und eine jahrzehntelange Forschungsgeschichte. Gleichzeitig fehlen bislang hochwertige Humanstudien, die einen möglichen Nutzen für das Haarwachstum eindeutig belegen könnten.

Warum GHK-Cu überhaupt untersucht wird

Jede wissenschaftliche Fragestellung beginnt mit einer Beobachtung. Bei GHK-Cu war diese Beobachtung zunächst nicht das Haar.

Forscher interessierten sich vielmehr für die Rolle des Peptids in der Haut und im Bindegewebe. Bereits der amerikanische Biochemiker Loren Pickart, der GHK in den 1970er-Jahren beschrieb, vermutete, dass dieses kleine Peptid an verschiedenen biologischen Prozessen beteiligt sein könnte.

Seitdem ist eine umfangreiche Grundlagenforschung entstanden, die vor allem aus Zellkulturen, Laboruntersuchungen und tierexperimentellen Modellen stammt. Diese Arbeiten bilden die wissenschaftliche Grundlage dafür, weshalb GHK-Cu bis heute untersucht wird. Sie ersetzen jedoch keine Humanstudien.

Warum taucht GHK-Cu heute im Zusammenhang mit Haaren auf?

Die Antwort ist vergleichsweise einfach: Zwischen Haut und Haarfollikel bestehen zahlreiche biologische Überschneidungen.

Beide sind Teil desselben Gewebes und nutzen viele ähnliche Signal- und Reparaturprozesse. Deshalb entstand im Laufe der Jahre die wissenschaftliche Fragestellung, ob ein Peptid wie GHK-Cu auch im Zusammenhang mit der Kopfhaut von Interesse sein könnte.

Aus biologischen Gemeinsamkeiten lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass ein kosmetischer Wirkstoff beim Menschen einen bestimmten Nutzen besitzt. Sie liefern vielmehr einen nachvollziehbaren Ausgangspunkt für weitere Forschung.

Was die Forschung bislang zeigt

Die wissenschaftliche Literatur zu GHK-Cu ist deutlich größer, als viele vermuten. Allerdings beschäftigt sich nur ein kleiner Teil dieser Arbeiten direkt mit Haaren.

Der überwiegende Teil untersucht grundlegende biologische Fragestellungen wie Hautbiologie, Wundheilung, Gewebeumbau oder verschiedene zelluläre Signalwege. Im Bereich Haarwachstum stehen dagegen bislang nur wenige Humanstudien zur Verfügung.

Aktuelle Studie aus 2025

Eine aktuelle klinische Studie untersuchte ein professionelles Microneedling-Protokoll, bei dem Kupferpeptide zusammen mit Minoxidil und Dutasterid über eine medizinische Tattoo-Maschine in die Kopfhaut eingebracht wurden. Die Teilnehmer erhielten insgesamt fünf monatliche Behandlungen. Die Forscher beobachteten bei dieser kleinen Patientengruppe deutliche Verbesserungen der Haarbedeckung. Besonders interessant war, dass alle Teilnehmer zuvor bereits mindestens ein Jahr auf Standardtherapien nur unzureichend angesprochen hatten.

Gleichzeitig ist eine wichtige Einschränkung zu beachten: Die Studie untersuchte nicht Kupferpeptide allein, sondern eine Kombination aus mehreren etablierten Wirkstoffen und professionellem Microneedling. Deshalb lässt sich aus diesen Ergebnissen nicht ableiten, welchen Anteil Kupferpeptide oder Microneedling jeweils einzeln hatten. 

Dennoch liefert die Studie einen weiteren Hinweis darauf, dass Kupferpeptide Bestandteil moderner multimodaler Behandlungskonzepte sein können und wissenschaftlich zunehmend untersucht werden.

Aus heutiger Sicht lässt sich Folgendes festhalten:

  • GHK-Cu wird seit mehreren Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht.
  • Es existiert eine umfangreiche Grundlagenforschung.
  • Für Haarwachstum ist die Humanstudienlage derzeit begrenzt.
  • Ein möglicher Nutzen der topischen Anwendung auf der Kopfhaut bleibt Gegenstand weiterer Forschung.

Biologische Plausibilität ist noch keine klinische Evidenz

In der Wissenschaft beginnt Forschung häufig mit einer biologischen Hypothese. Forscher beobachten, dass ein Molekül an bestimmten biologischen Prozessen beteiligt sein könnte. Erst danach wird untersucht, ob sich daraus unter kontrollierten Bedingungen überhaupt ein messbarer Nutzen beim Menschen ableiten lässt.

Genau an dieser Stelle befindet sich GHK-Cu im Zusammenhang mit Haaren. Die vorhandene Grundlagenforschung macht das Thema wissenschaftlich interessant, beantwortet jedoch nicht die Frage, ob ein kosmetisches Produkt das Haarwachstum beim Menschen beeinflusst.

Warum Microneedling und GHK-Cu gemeinsam diskutiert werden

Microneedling wurde im Zusammenhang mit androgenetischer Alopezie bereits in mehreren klinischen Studien untersucht. GHK-Cu wird seit Jahrzehnten im Zusammenhang mit Hautbiologie und Wundheilung erforscht.

Dadurch entstand die wissenschaftliche Frage, ob beide Ansätze gemeinsam untersucht werden sollten. Bis heute existieren jedoch keine kontrollierten Humanstudien, die einen möglichen Zusatznutzen einer Kombination gegenüber Microneedling allein untersucht haben.

Die Kombination ist deshalb derzeit weder wissenschaftlich bestätigt noch widerlegt. Sie stellt vielmehr eine nachvollziehbare Forschungsfrage dar, deren Beantwortung noch aussteht.

Fazit dieses Kapitels

Was wir sicher wissen

  • GHK-Cu besitzt eine jahrzehntelange Forschungsgeschichte.
  • Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf Hautbiologie und Gewebeforschung.
  • Im Bereich Haarwachstum stehen bislang nur wenige Humanstudien zur Verfügung.

Was wir noch nicht wissen

  • Ob GHK-Cu in Kombination mit Microneedling einen zusätzlichen Nutzen gegenüber Microneedling allein bietet.
  • Welche Konzentration, welcher Anwendungszeitpunkt oder welche Behandlungsdauer für diese Fragestellung optimal wären.

Woher stammt diese Überlegung?

Auf den ersten Blick wirken Microneedling und GHK-Cu wie zwei völlig unterschiedliche Ansätze: das eine ein mechanisches Verfahren, das andere ein kosmetischer Wirkstoff.

Betrachtet man die zugrunde liegende Biologie, zeigen sich jedoch Berührungspunkte. Nach einem Microneedling reagiert die Haut auf die kontrollierten Mikroverletzungen mit einer natürlichen Wundheilungsreaktion – genau solche biologischen Prozesse stehen seit vielen Jahren auch im Mittelpunkt der Forschung zu GHK-Cu.

Diese Hypothese ist nachvollziehbar. Sie ist jedoch nicht mit einem Wirksamkeitsnachweis gleichzusetzen.

Was bedeutet biologische Plausibilität?

Von biologischer Plausibilität spricht man, wenn sich eine wissenschaftliche Fragestellung anhand bekannter biologischer Zusammenhänge begründen lässt.

Das bedeutet nicht, dass eine Wirkung bereits nachgewiesen wurde. Es bedeutet lediglich, dass genügend wissenschaftliche Anhaltspunkte bestehen, um eine Fragestellung sinnvoll zu untersuchen. Viele medizinische Entwicklungen beginnen genau an diesem Punkt – erst danach folgen kontrollierte Humanstudien.

Was derzeit noch fehlt

Bis heute wurde nicht untersucht:

  • ob GHK-Cu Microneedling sinnvoll ergänzt
  • ob ein bestimmter Anwendungszeitpunkt günstiger ist als ein anderer
  • welche Konzentration verwendet werden sollte
  • welche Nadeltiefe im Zusammenhang mit dieser Kombination sinnvoll wäre
  • ob sich gegenüber Microneedling allein überhaupt Unterschiede beobachten lassen

Diese Fragen sind offen. Das ist keine Schwäche der Forschung, sondern beschreibt lediglich ihren aktuellen Stand.

Warum wir trotzdem über den richtigen Anwendungszeitpunkt sprechen

Zwischen einer wissenschaftlichen Empfehlung und einer vorsichtigen praktischen Überlegung besteht ein wichtiger Unterschied. Wir können derzeit keine evidenzbasierte Empfehlung ableiten, aber wir können überlegen, welcher Ansatz unter Berücksichtigung der bekannten Hautphysiologie möglichst konservativ erscheint.

Warum viele Anwender GHK-Cu unmittelbar nach dem Needling auftragen

Die Überlegung wirkt zunächst nachvollziehbar: Microneedling verändert die Hautbarriere vorübergehend, deshalb entsteht schnell der Gedanke, dass unmittelbar nach der Behandlung möglichst viel Wirkstoff aufgenommen werden könnte.

Diese Annahme begegnet einem in sozialen Medien, Internetforen und Anwenderberichten immer wieder. Die wissenschaftliche Literatur liefert dafür bislang jedoch keine belastbare Grundlage. Insbesondere existieren keine Humanstudien, die untersucht haben, ob ein sofortiges Auftragen von GHK-Cu Vorteile oder Nachteile besitzt.

Warum ein konservativer Ansatz sinnvoll erscheinen kann

Unmittelbar nach dem Microneedling befindet sich die Haut in einer frühen Phase der natürlichen Wundheilungsreaktion. Gleichzeitig ist die Hautbarriere vorübergehend stärker beeinträchtigt als im weiteren Verlauf.

Aus kosmetischer Sicht erscheint es deshalb nachvollziehbar, diesen Zeitraum möglichst reizarm zu gestalten. Einige Fachleute und erfahrene Anwender bevorzugen aus diesem Grund einen vorsichtigen Ansatz und warten zunächst etwa 24 Stunden, bevor sie wieder kosmetische Produkte auftragen.

Wichtig ist die Einordnung: Dieser Zeitraum beruht derzeit nicht auf Humanstudien zur Kombination, sondern stellt eine konservative Überlegung dar, die sich an Hautphysiologie und praktischen Sicherheitsaspekten orientiert.

Einordnung

Was wir wissen

  • Microneedling wurde klinisch untersucht.
  • GHK-Cu wird seit Jahrzehnten wissenschaftlich erforscht.
  • Zwischen beiden Forschungsgebieten bestehen biologische Überschneidungen und Möglichkeiten für Synergien.

Was wir vermuten

  • Die Kombination könnte wissenschaftlich interessant sein.
  • Der Zeitpunkt der Anwendung könnte eine Rolle spielen.

Was wir nicht wissen

  • Ob die Kombination beim Menschen einen zusätzlichen Nutzen bietet.
  • Welcher Anwendungszeitpunkt optimal wäre.
  • Welche Konzentration oder Behandlungsdauer sinnvoll ist.

Ein konservatives Testprotokoll

Bis heute wurde nicht untersucht, wie GHK-Cu im Zusammenhang mit Microneedling idealerweise angewendet werden sollte. Es existieren keine Humanstudien zur optimalen Konzentration, zum besten Anwendungszeitpunkt oder zur geeigneten Behandlungsdauer.

Das folgende Protokoll versteht sich deshalb nicht als wissenschaftlich validierte Empfehlung, sondern als vorsichtige Orientierung für Menschen, die einen strukturierten kosmetischen Selbsttest durchführen möchten. Im Mittelpunkt steht ein einfacher Grundsatz: So wenig Irritation wie möglich, so viel Standardisierung wie nötig.

 

Das Protokoll auf einem Blick: 1x pro Woche Microneedling, Kupferpeptide zur täglichen Pflege (nach Microneedling 24h warten mit der Anwendung von Kupferpeptiden)

 

Warum überhaupt ein strukturiertes Protokoll?

Wer kosmetische Maßnahmen ausprobiert, kennt das Problem: Nach einigen Wochen lässt sich oft kaum noch nachvollziehen, wann welche Produkte verwendet wurden, ob sich zwischendurch etwas verändert hat oder worauf mögliche Veränderungen überhaupt zurückzuführen sind.

Ein einfacher, möglichst standardisierter Ablauf macht einen Selbsttest deutlich nachvollziehbarer. Er ersetzt keine klinische Studie, hilft jedoch dabei, verschiedene Einflussfaktoren möglichst konstant zu halten.

Warum wir einen vorsichtigen Ansatz bevorzugen

Nach einem Microneedling verändert sich die Haut vorübergehend. Die oberste Hautbarriere ist zunächst stärker beeinträchtigt als im weiteren Verlauf, gleichzeitig beginnt unmittelbar nach der Behandlung die natürliche Reaktion der Haut auf die kontrollierten Mikroverletzungen.

Aus kosmetischer Sicht erscheint es deshalb sinnvoll, diese erste Phase möglichst reizarm zu gestalten – nicht, weil bekannt wäre, dass dieser Ablauf überlegen ist, sondern weil derzeit keine wissenschaftlichen Daten vorliegen, die einen anderen Zeitpunkt eindeutig unterstützen.

Warum wir etwa 24 Stunden warten

Die ehrliche Antwort lautet: Niemand weiß derzeit, welcher Zeitpunkt optimal ist.

Dennoch spricht aus praktischer Sicht einiges dafür, die ersten Stunden nach dem Microneedling möglichst einfach zu halten. Nach etwa einem Tag dürfte sich die Hautbarriere bereits teilweise erholt haben, gleichzeitig können weiterhin biologische Prozesse ablaufen, die durch das Microneedling angestoßen wurden.

Der Zeitraum von ungefähr 24 Stunden stellt deshalb keine evidenzbasierte Empfehlung, sondern eine konservative praktische Überlegung dar.

Eckdaten eines vorsichtigen Selbsttests

Parameter Praktische Orientierung
Testdauer etwa 12 bis 16 Wochen
Microneedling einmal pro Woche
Nadeltiefe 0,5 Millimeter
Gerät Dermastamp bevorzugt
Anwendung des Serums frühestens etwa 24 Stunden nach dem Needling
Dokumentation standardisierte Fotos

 

Diese Angaben beruhen nicht auf einem validierten Studienprotokoll zur Kombination aus Microneedling und GHK-Cu. Sie dienen ausschließlich dazu, einen kosmetischen Selbsttest möglichst einheitlich zu gestalten.

Warum wir 0,5 Millimeter bevorzugen

Wer sich intensiver mit Microneedling beschäftigt, stößt schnell auf sehr unterschiedliche Empfehlungen. Teilweise werden Nadeltiefen von 1,5 Millimetern oder mehr genannt – diese Angaben stammen häufig aus klinischen Studien oder professionellen Behandlungen.

Für einen kosmetischen Selbsttest zu Hause erscheint ein vorsichtigerer Ansatz sinnvoll. Eine Nadeltiefe von etwa 0,5 Millimetern wird von vielen Anwendern verwendet und ermöglicht ein konservatives Vorgehen, ohne dass daraus eine wissenschaftliche Überlegenheit gegenüber anderen Varianten abgeleitet werden kann.

Warum wir einen Dermastamp bevorzugen

Sowohl Dermaroller als auch Dermastamp werden zur kosmetischen Anwendung angeboten. Für einen Selbsttest erscheint ein Dermastamp aus praktischer Sicht sinnvoll, da die Nadeln senkrecht aufgesetzt und anschließend wieder entfernt werden, wodurch geringere Scherkräfte entstehen als bei einem klassischen Roller.

Ob sich daraus klinisch relevante Unterschiede ergeben, wurde bislang nicht eindeutig untersucht. Für ein vorsichtiges Heimprotokoll erscheint dieser Ansatz dennoch nachvollziehbar.

Ein Beispiel für eine Woche

Der folgende Ablauf soll keine Empfehlung darstellen, sondern lediglich zeigen, wie ein möglichst standardisierter Selbsttest aussehen könnte.

Sonntag

Microneedling durchführen. Danach keine weiteren kosmetischen Produkte auf die behandelte Kopfhaut auftragen.

Montagabend

Falls ein Selbsttest mit GHK-Cu geplant ist, kann das Serum erstmals auf die vollständig trockene Kopfhaut aufgetragen werden. Eine kleine Menge genügt; nach dem Auftragen kann das Serum etwa eine Minute einziehen.

Anschließend kann optional eine fünf- bis zehnminütige Kopfhautmassage erfolgen. Sie lässt sich ohne zusätzlichen Aufwand in die Abendroutine integrieren und sorgt dafür, dass jeder Testdurchlauf möglichst nach demselben Ablauf erfolgt.

Die Kopfhautmassage wird unabhängig von GHK-Cu seit einigen Jahren wissenschaftlich diskutiert. Die Datenlage ist zwar noch begrenzt, als einfache und risikoarme kosmetische Maßnahme erscheint sie jedoch interessant. Wer sie integrieren möchte, sollte sie möglichst während des gesamten Testzeitraums beibehalten.

Dienstag bis Samstag

Das Serum kann entsprechend der vorgesehenen kosmetischen Anwendung verwendet werden. Auch an den übrigen Tagen kann nach dem Auftragen eine fünf- bis zehnminütige Kopfhautmassage erfolgen, damit der Ablauf über den gesamten Testzeitraum möglichst einheitlich bleibt.

Je konstanter die Rahmenbedingungen bleiben, desto leichter lassen sich spätere Veränderungen einordnen.

Optional: Veränderungen lassen sich besser beurteilen, wenn sie dokumentiert werden

Viele Selbsttests scheitern an einem einfachen Problem: Es fehlen Vergleichsbilder.

Wer Veränderungen beurteilen möchte, sollte bereits vor Beginn standardisierte Fotos aufnehmen. Hilfreich sind dabei möglichst konstante Bedingungen:

  • gleiche Kamera
  • gleicher Abstand
  • gleiche Beleuchtung
  • gleiche Haarlänge
  • möglichst derselbe Blickwinkel

Empfehlenswert sind Aufnahmen vor Beginn sowie nach etwa vier, acht, zwölf und sechzehn Wochen. Ohne eine solche Dokumentation lassen sich subjektive Eindrücke später nur schwer überprüfen.

Welche Eigenschaften sollte ein Serum nach Microneedling besitzen?

Wer ein kosmetisches Serum im Zusammenhang mit Microneedling verwenden möchte, stellt sich früher oder später eine praktische Frage: Welche Formulierung erscheint für diesen Anwendungsfall überhaupt sinnvoll?

Diese Frage wurde bislang nicht in Humanstudien untersucht. Dennoch lassen sich aus Hautphysiologie, Formulierungswissenschaft und allgemeinen Überlegungen zur Hautpflege einige nachvollziehbare Kriterien ableiten. Sie ersetzen keine klinische Evidenz, können jedoch dabei helfen, verschiedene Formulierungen besser einzuordnen.

Weniger ist häufig mehr

Unmittelbar nach einem Microneedling reagiert die Haut empfindlicher als gewöhnlich. Deshalb erscheint ein möglichst einfacher Aufbau der Formulierung sinnvoll: Je weniger potenziell reizende Bestandteile enthalten sind, desto geringer dürfte auch das Risiko unnötiger Hautreaktionen sein.

Das bedeutet nicht, dass bestimmte Inhaltsstoffe grundsätzlich problematisch sind, sondern lediglich, dass eine zurückhaltende Formulierung für diesen Anwendungsfall nachvollziehbar erscheint.

Worauf wir persönlich achten würden

Aus unserer Sicht sprechen mehrere Eigenschaften für eine möglichst schlichte Formulierung:

  • kein zugesetztes Parfüm
  • kein denaturierter Alkohol
  • keine ätherischen Öle
  • keine unnötig komplexe Formulierung
  • eine leichte wasserbasierte Textur
  • möglichst hautfreundliche Hilfsstoffe

Diese Punkte beruhen nicht auf Humanstudien speziell zu Microneedling und GHK-Cu, sondern orientieren sich an allgemeinen Überlegungen zur kosmetischen Formulierung empfindlicher Haut.

Auch die übrige Formulierung spielt eine Rolle

Bei kosmetischen Seren steht häufig ausschließlich der Wirkstoff im Mittelpunkt. Aus Sicht der Formulierungsentwicklung greift das jedoch zu kurz.

Ein Serum besteht nicht nur aus seinem Hauptwirkstoff. Auch Lösungsmittel, Feuchthaltemittel, Konservierungssystem und weitere Bestandteile bestimmen, wie sich eine Formulierung auf der Haut anfühlt und wie gut sie vertragen wird. Gerade bei einer vorübergehend empfindlicheren Haut erscheint deshalb nicht nur der Wirkstoff selbst relevant, sondern die gesamte Formulierung.

Warum wir unser Serum so formuliert haben

Als wir begonnen haben, ein eigenes GHK-Cu-Serum zu entwickeln, stand für uns nicht die Frage im Mittelpunkt, wie viele Inhaltsstoffe sich auf dem Etikett unterbringen lassen. Uns beschäftigte eine andere Frage: Wie müsste eine Formulierung aussehen, wenn man sie von Grund auf für eine hochwertige kosmetische Hautpflege entwickeln würde?

Aus dieser Überlegung entstand Leverium CU3 – nicht mit dem Anspruch, möglichst spektakulär zu wirken, sondern mit dem Ziel, jede einzelne Entscheidung bewusst zu treffen.

Leverium Cu3: Hochdosiertes Kupferpeptid Serum ohne Duftstoffe

 

Jede Zutat sollte einen nachvollziehbaren Grund haben

Viele Seren bestehen aus langen INCI-Listen mit zahlreichen Pflanzenextrakten, Duftstoffen oder Marketing-Inhaltsstoffen. Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein, unser Ansatz war dennoch ein anderer.

Wir wollten eine Formulierung entwickeln, die bewusst auf unnötige Zusätze verzichtet und sich auf wenige, sorgfältig ausgewählte Bestandteile konzentriert. Deshalb enthält Leverium CU3 unter anderem:

  • 3 % Copper Tripeptide-1
  • Ectoin
  • Panthenol
  • Allantoin
  • verschiedene feuchtigkeitsspendende Bestandteile

Ebenso bewusst haben wir auf zugesetztes Parfüm, denaturierten Alkohol und ätherische Öle verzichtet – nicht weil diese Inhaltsstoffe grundsätzlich ungeeignet wären, sondern weil wir eine möglichst reduzierte Formulierung entwickeln wollten.

Für Menschen, die an guter Formulierungslogik und Qualität interessiert sind

Leverium CU3 wurde nicht für Menschen entwickelt, die möglichst viele Marketingversprechen suchen, sondern für Menschen, die sich eine INCI-Liste tatsächlich ansehen und überprüfen. Für Menschen, die verstehen möchten, weshalb ein Inhaltsstoff enthalten ist und weshalb ein anderer bewusst weggelassen wurde.

Genau diese Transparenz wollten wir auch in diesem Artikel widerspiegeln.

Warum wir keine größeren Versprechen machen

Es wäre einfach zu behaupten, unser Serum sei die ideale Ergänzung zu Microneedling. Die vorhandene wissenschaftliche Literatur gibt eine solche Aussage derzeit jedoch nicht her, deshalb treffen wir sie nicht.

Was wir sagen können, ist etwas anderes: Leverium CU3 wurde mit großer Sorgfalt formuliert und bewusst reizarm gestaltet. 

>>> Hier mehr zu Leverium Cu3 erfahren <<<

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Funktioniert GHK-Cu nachgewiesen gegen Haarausfall?

Es gibt eine umfangreiche Grundlagenforschung zu GHK-Cu, vor allem im Bereich Hautbiologie und Wundheilung. Für den spezifischen Bereich Haarwachstum existieren bislang jedoch nur wenige hochwertige Humanstudien, sodass ein eindeutiger Wirksamkeitsnachweis derzeit fehlt.

Ist die Kombination aus Microneedling und GHK-Cu wissenschaftlich belegt?

Nein, es gibt aktuell keine kontrollierten Humanstudien, die eine Kombination aus Microneedling und GHK-Cu speziell untersucht haben. Die Kombination gilt als biologisch plausibel, ist aber weder bestätigt noch widerlegt.

Wie lange sollte man nach dem Microneedling warten, bevor man GHK-Cu aufträgt?

Eine wissenschaftlich validierte Wartezeit existiert nicht. Viele Anwender orientieren sich aus Vorsichtsgründen an einem Zeitraum von etwa 12 bis 24 Stunden, da die Hautbarriere direkt nach der Behandlung noch beeinträchtigt ist.

Welche Nadeltiefe ist beim Microneedling für die Kopfhaut sinnvoll?

In klinischen Studien wurden teils Nadeltiefen bis 1,5 Millimeter eingesetzt. Für einen vorsichtigen Selbsttest zu Hause verwenden viele Anwender geringere Tiefen von etwa 0,5 Millimetern, ohne dass dies wissenschaftlich als überlegen gilt.

Ist Microneedling bei androgenetischer Alopezie klinisch untersucht?

Ja, Microneedling gehört zu den besser untersuchten nicht-medikamentösen Verfahren bei androgenetischer Alopezie. Bekannt ist insbesondere die Pilotstudie von Rachita Dhurat aus dem Jahr 2013.

Kann GHK-Cu Minoxidil oder Finasterid ersetzen?

Nein. Für Minoxidil und Finasterid existiert eine deutlich solidere klinische Studienlage. GHK-Cu wird eher als ergänzender kosmetischer Ansatz diskutiert, nicht als Ersatz etablierter Behandlungen.

Welche Inhaltsstoffe sollte ein Serum nach Microneedling enthalten?

Aus allgemeinen Überlegungen zur Hautphysiologie erscheinen schlichte, reizarme Formulierungen sinnvoll: ohne zugesetztes Parfüm, ohne denaturierten Alkohol und ohne ätherische Öle. Eine wissenschaftliche Validierung speziell für diesen Anwendungsfall fehlt jedoch.

Hilft eine Kopfhautmassage gegen Haarausfall?

Die Datenlage zur Kopfhautmassage ist begrenzt, aber das Aufwand-Risiko-Verhältnis gilt als günstig. Sie lässt sich unabhängig von Microneedling oder GHK-Cu einfach in eine Pflegeroutine integrieren.

Wann sollte man bei Haarausfall einen Arzt aufsuchen?

Eine dermatologische Abklärung ist sinnvoll, wenn der Haarausfall plötzlich auftritt, stark zunimmt, fleckförmig ist oder von weiteren Beschwerden begleitet wird. Mögliche Ursachen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Eisenmangel lassen sich durch ein kosmetisches Serum weder erkennen noch behandeln.

Wie lange dauert es, bis man Ergebnisse von Microneedling und GHK-Cu sieht?

Es gibt kein validiertes Studienprotokoll, das eine genaue Zeitspanne festlegt. Ein konservativer Selbsttest wird häufig über etwa 12 bis 16 Wochen mit standardisierter Fotodokumentation durchgeführt, um Veränderungen besser beurteilen zu können.

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